Elvira Espejo Ayca: Hier und dort & Andines Liederbündel

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Kaypi jaqhaypi & Kirki qhañi – Por aquí, por allá & Petaca de las poéticas andinas – Hier und dort & Andines Liederbündel
Gedichte, viersprachig: Quechua / Aymara – Spanisch – Deutsch


ISBN 978-3-927648-87-6

Einband (Feinleinenstruktur)
166 Seiten
21 x 15,6 cm
20,00 Eur[D] / 21,00 Eur[A/CH]

Hg. und ins Deutsche übertragen von Juana und Tobias Burghardt. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt

Edition Delta, Stuttgart 2022

Dornen des Todes,
Grenzen des Todes,
fragt mich nicht mehr
nach dem Haus des Todes.

Elvira Espejo Ayca

Die Quechua- und Aymara-Poetin Elvira Espero Ayca  (Foto: Enrique Hernández-D'Jesús)

Deutsche Erstveröffentlichung des Lyrikwerks von Elvira Espejo Ayca, geboren 1981 im Ayllu Qaqachaka, Provinz Eduardo Abaroa, Oruro (Bolivien).  Die indigene Weberin, Textilkünstlerin, Dichterin, Essayistin, Musikerin und Kunstwissenschaftlerin leitet das Museum für Ethnographie und Folklore (MUSEF –  Museo Nacional de Etnografía y Folklore) in der bolivianischen Hauptstadt La Paz und wurde als »wahre Brückenbauerin« mit der Goethe-Medaille 2020 ausgezeichnet.

Ihr viersprachiger Doppelband »Kaypi jaqhaypi & Kirki qhañi – Por aquí, por allá & Petaca de las poéticas andinas – Hier und dort & Andines Liederbündel«  (Quechua / Aymara – Spanisch – Deutsch) ist eine poetische Archäologie der andinen Sprachen, ihrer Rhythmen, Klänge und Wörter, die Erkenntnisse über die frühere Geschichte der indigenen Identität bereithält, die längst verlorengegangen zu sein schien, obgleich sie weiterhin synkretistisch existiert. 

Der integrierte Zusammenklang mit der Natur, sei sie noch so karg und unwirtlich, kündet vom universellen Blick der indigenen Weltweisheiten, die aus vorkolonialen Zeiträumen in die Gegenwart der globalen Krisen harmonisierend hineinwirken.

Mit der bolivianischen Quechua-Aymara-Poetin Elvira Espejo Ayca, dem chilenischen Mapuche-Dichter Elicura Chihuailaf, dem guatemaltekischen Maya-Dichter Humberto Ak‘abal und dem venezolanischen Lyriker Gustavo Pereira, der den magischen Zyklus »Eremuk« (»Cantares – Lieder«) in der Pemón-Sprache schrieb, stellt die Edition Delta die neue indigene Poesie (Abya Yala) vor, die ins 21. Jahrhundert hinein eine multilinguale, innovative und naturverbundene Stimme innerhalb der zeitgenössischen Lyrik hervorgebracht hat.