Ion Deaconescu: Der Vogel, das bin ich. Oder der Flug von Brâncuși

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Der Vogel, das bin ich. Oder der Flug von Brâncuși


ISBN 978-3-927648-99-9


Einband, broschiert
132 Seiten
14 x 20 cm
20,00 Eur[D] / 22,00 Eur[A/CH]
 
Herausgegeben von Tobias Burghardt. Aus dem Rumänischen übersetzt von Gabriela-Melania Sonnenberg. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt
 
Edition Delta, Stuttgart 2026 

Zum aktuellen Brâncuși-Jahr 2026 erscheint das bemerkenswerte Künstlerbuch von Ion Deaconescu »Der Vogel, das bin ich. Oder der Flug von Brâncuși« (rumänischer Originaltitel: »Pasărea sunt eu«), ins Deutsche übersetzt von Gabriela-Melania Sonnenberg. Das Buch erforscht anhand von Begegnungen und Gesprächen mit Zeitzeugen aus dem Umfeld des Bildhauers in Paris, darunter Natalia Dumitresco, Ionel Jianu, V. G. Paleolog, Étienne Hajdú und Eugène Ionescu, das bewegte Innenleben, den Alltag im Atelier und das Werkschaffen des rumänisch-französischen Bildhauers, »ein anderer Zauberer«, »ein tiefgründiger Träumer, aber auch ein Weiser« (Ion Deaconescu). 

Der rumänische Autor beschreibt darin die Beziehung zwischen dem Bildhauer und seinen Materialien, die er als intensiv und beinah spirituell charakterisiert.​ Brâncuşi betrachtet dabei die Rohstoffe – Stein, Marmor, Holz und Metall – als lebendige Wesen, denen eine eigene Seele, ein Gedächtnis und innere Wärme innewohnt, die es allmählich wahrzunehmen und zu erfühlen gilt, bevor die künstlerische Arbeit beginnt, in ein tieferes Gespräch damit einzutauchen, die Seele der Materie zu befreien, ihre verborgene Schönheit, innere Essenz und Wahrheit respektvoll zu enthüllen, indem ihr ein neues Leben eingehaucht wird. ​Der Schaffensprozess wird bei Brâncuşi zu einer meditativen Erfahrung. 

Das neue Buch von Ion Deaconescu ist eine poetische und reflektierende Hommage an den vielseitigen Künstler Constantin Brâncuși und seine Werke mit profunden philosophischen und emotionalen Einsichten. Brâncuși gilt als Pionier der innovativen Skulptur und zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt derzeit bis 9. August 2026 eine umfassende und groß angelegte Werkschau von Constantin Brâncuși (1876–1957) in Kooperation mit dem Centre Pompidou, Paris, sowie bisher selten ausgestellte Archivmaterialien, die hiermit literarisch ergänzend aus der Innenperspektive des hierzulande erst noch zu entdeckenden Künstlers begleitet wird.