José Muchnik: Poetische Kritik der mathematischen Vernunft

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Nichts ist reziprok
alles asymmetrisch

Mein Gesicht im Spiegel
ist nicht mein Gesicht

Dieser flüchtige Blick
reflektiert nicht meine Pupillen

Diese verschlossenen Lippen
schützen nicht meine Stimme

Diese ledrigen Falten
vermitteln einen anderen Schmerz

Meine Hand in einem See
ist nicht meine Hand

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Crítica poética de la razón matemática – Poetische Kritik der mathematischen Vernunft

Gedichte, zweisprachig: Spanisch – Deutsch

ISBN 978-3-927648-64-7
Einband, broschiert
97 Seiten
14,8 × 21 cm
15,00 Eur[D] / 16,00 Eur[A] / 20,00 sFr

Einzeltitel aus dem argentinischen Spanisch und mit einem Nachwort von Manfred Chobot. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt

Edition Delta, Stuttgart 2018

Stimmen

José Muchnik

»Poetische Kritik der mathematischen Vernunft« nennt José Muchnik eines seiner Gedichtbücher. Ein Titel, der einen den Mund öffnen und ihn weiterhin offenstehen lässt. Möchte der Autor die Mathematik mit den Mitteln der Poesie aushebeln? Womöglich die Schwerkraft aus den Angeln heben? Ein Anspruch, der aufhorchen lässt, denn es gibt wohl kein Thema, das von der Poesie und der Lyrik bislang nicht in Anspruch genommen wurde. Ich behaupte, Gedichte über Mathematik sind noch weitaus rarer als Gedichte über Schrauben, Kühlschränke oder Kompressoren.

Mathematik und Poesie – zwei anscheinend oder scheinbar unvereinbare Gegensätze? Trachtet hier jemand, Feuer und Wasser unter einen Hut zu bringen, Ungeduld und Geduld miteinander in Einklang zu bringen, eine Einheit zu gestalten aus widersprüchlichen Paaren oder Widersprüche erst sichtbar zu machen? Einander ausschließenden Denkschemata ad absurdum zu führen. Sehr spannend!

Wie stabil ist ein mathematisches Gebäude? Und wie stabil ist ein poetisches Gebäude? »Sollte Poesie existieren, strebt sie gegen unendlich.«

José Muchnik demonstriert dies eindrucksvoll.

Manfred Chobot

Cuando la poesía crítica deviene acción de crítica poética, la ocasión de aprender a pensar mejor, es decir libremente, crece. Las ecuaciones del bien pensar y del bien hablar se embriagan hasta hacer surgir un escribir que tiende a infinito en una explosión de tiempos. Es tal tempestad que nos propone la poesía de José Muchnik, invitándonos a «palparla» con todo nuestro ser-lector. A lo largo de estas páginas del poeta, descubrimos que sólo arriesgándonos a la ruleta rusa con el sentido y lo «insensato» no nos equivocamos de vida.

Philippe Tancelin

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