Joan Margarit: Joana und andere Gedichte

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Da steht ein Mann vor dem Hafenbecken.
Nach dem Sturm,wenn die Verluste bemessen,
die großen, verirrten Schmerzen bereits vertäut sind,
ist der Hafen der beste Ort zum Warten.
Der Hafen gleicht ihm jetzt: in seinem Innern,
riesig und ruhig, das Meer und die Schiffe.
Joana und andere Gedichte – Joana i altres poemes
Gedichte, zweisprachig: Katalanisch – Deutsch
ISBN 978-3-927648-18-0

Einband, broschiert
175 Seiten
19,2 × 15 cm
17,50 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 23,00 sFr

Aquarell von Juana Burghardt. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt

Edition Delta, Stuttgart

JOAN MARGARIT las auf der Leipziger Buchmesse 2007 in der von ihm bevorzugten Jazz-Kombination mit Swing, Sound & Soul, die in seinen Gedichten leidenschaftlich mitklingen. Seine Poesie bezeichnete einmal der katalanische Poet Miquel Martí i Pol als „zutiefst musikalisch“, weil sie wesentliche Themen ohne Umschweife ausdrückt, präzise und intensiv. Daher rührt seine große Leserschaft in Katalonien und Spanien.

Der Kindstod seiner Tochter Anna im 1. Lebensjahr und das Leben der kranken Tochter Joana, die am Rubinstein-Taybe-Syndrom litt und dreißigjährig an Krebs starb, sind für ihn traumatische Erschütterungen, die er poetisch begleitet und mitfühlend umgestaltet. Indes sah Pablo Neruda seine behinderte Tochter Malva Marina, die einen Wasserkopf hatte, seit ihrem zweiten Lebensjahr nicht mehr wieder, schrieb auch nie über sie, die achtjährig verstarb und 1942 auf dem Friedhof in Gouda beerdigt wurde. „Ich hatte das Glück, in einer vergleichbaren Situation nicht fliehen zu können. Neruda hatte dieses Glück nicht“, erhellt er sein Gedicht „Autobahn“ und einen wichtigen Aspekt des Requiems „Joana“.

Der zweite Teil versammelt Gedichte von seinen Anfängen bis heute. José Agustín Goytisolo beschreibt die europäische Kategorie: „Joan Margarit ist ein Dichter, der ebensogut auf Italienisch, Französisch, Englisch, Portugiesisch oder Spanisch schreiben könnte, und seine Qualität wäre immer sehr hoch… Er ist einer meiner Lieblingsdichter.“ Joan Margarit erhielt mehrere Poesiepreise, darunter den Miquel de Palol 1981, den Carles Riba 1985 und den „Serra d’Or“ 1987. Übersetzte Einzeltitel liegen in Englisch, Hebräisch und Russisch vor. Einige Gedichte sind vertont, darunter„Paraula de Jazz“.

Joan Margarit i Consarnau wurde in den späten Wirren des Spanischen Bürgerkriegs am 11. Mai 1938 in Sanaüja, Kreis Segarra, geboren. Die Familie verschlug es in seiner Kindheit an mehrere Orte, darunter Rubí, Figueres und Girona, bis sie 1948 wieder in Barcelona lebte. Sein Vater war Architekt und mit dem Wiederaufbau mancher zerstörter Dorfregionen in Katalonien beschäftigt. Nach dem Abitur 1954 am Instituto Ausiàs March in Barcelona, zog die Familie nach Santa Cruz de Tenerife, wo er sich auf das Architekturstudium vorbereitete und eine Hälfte seines Wehrdienstes ableistete. Auf den mehrtägigen Seefahrten zwischen den Kanarischen Inseln und Barcelona schrieb er seine ersten Gedichte.

Von 1957 bis 1959 arbeitete er beim Verlag Plaza y Janés, bevor er in den frühen 60er Jahren sein Architekturstudium in Barcelona absolvierte. 1962 lernte er Mariona Ribalta, die Literatur studierte, kennen. Sie heirateten ein Jahr später. Er schrieb anfangs spanische Verse und debütierte 1963. Camilo José Cela stellte ihn dabei als „metaphysischen Surrealisten“ vor. 1965 erschien sein zweiter Lyrikband. Der junge Poet wurde Vater dreier Töchter, Mònica, Anna, Joana, und eines Sohnes, Carles. Nach dem Studium war er als wissenschaftlicher Assistent angestellt, bevor er ab 1968 den Lehrstuhl für Statische Berechnungen dreißig Jahre lang inne hatte, u.a. arbeitete er als freier Architekt an der Sagrada Familia mit. Seit 1975 lebt er mit seiner Familie in Sant Just Desvern.

Margarit gehört zu den Dichtern, die an ihren Gedichten stets weiterarbeiten und zuweilen etliches verwerfen, wozu sein spanischsprachiges Frühwerk gehört. Seit 1975 schreibt er auf Katalanisch und übersetzt sich selbst – bis auf wenige Ausnahmen – ins Spanische, aber auch andere Dichter: Miquel Martí i Pol, Gabriel Ferrater und Thomas Hardy.

Tobias Burghardt (Navigation)

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