Der Bereich aller Bereiche & Nach allem – L’àmbit de tots els àmbits & Després de tot
Gedichte, zweisprachig: Katalanisch - DeutschISBN 978-3-927648-09-8
Einband, broschiert
180 Seiten, 1 s/w Autorenfoto
15,6 × 15,6 cm
17,50 Eur[D] / 18,00 Eur[A] / 30,00 sFr
Zwei Einzeltitel aus den Jahren 1980 und 2002 in einem Band. Zeichnung von Juana Burghardt. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Essay von Alberto Szpunberg
Edition Delta, Stuttgart 2007
Stimmen
Das erfahrene Übersetzergespann Juana und Tobias Burghardt hat mit dieser Übertragung der beiden Gedichtbände von Miquel Martí i Pol (1929-2003) aus den Jahren 1980 bzw. 2002 erneut zur Verbreitung katalanischer Poesie in Deutschland beigetragen. Ergänzt wird die zweisprachige Ausgabe durch ein spanisches (und dann ebenfalls übersetztes) Nachwort des argentinischen Dichters und Journalisten Alberto Szpunberg, in dem er sehr knapp die wichtigsten Stationen des dichterischen Lebens sowie die Vielzahl der erhaltenen Ehrungen und Auszeichnungen aufzählt. Miquel Martí i Pol galt nicht nur als wichtiger Dichter zur Aufwertung der katalanischen Literatur, er übertrug auch französische Klassiker ins Katalanische. Viele seiner Texte gingen durch musikalische Interpretationen bspw. eines Lluís Llach (so etwa die Aufnahme "Et deixo un pont de mar blava" oder "Porrera") in das katalanische kulturelle Allgemeingut ein.
Patrick Saulheimer
(Hispanorama 118, Nov. 2007)
Wer auf Neuerscheinungen aus ist, dem empfehle ich Bücher aus tapferen Kleinverlagen: Die zweite Neuerscheinung, Miquel Martí i Pols Gedichtzyklen »Der Bereich aller Bereiche« und »Nach allem«, übersetzt vom Lyrikerehepaar Juana und Tobias Burghardt in ihrer Edition Delta, Stuttgart: Martí i Pol ist auch nach seinem Tod vor vier Jahren der populärste Dichter Kataloniens geblieben, zu dem er spätestens in den siebziger Jahren geworden war, als die wichtigsten Liedermacher der Nova Canço seine Gedichte vertont und gesungen hatten. Schlichte, zuversichtliche, menschenfreundliche Verse, trotz der multiplen Sklerose, an der Martí schließlich gestorben ist.
Erich Hackl
(Neues Deutschland, 9. Oktober 2007)
Lyrik ist auf der iberischen Halbinsel kein marginales Phänomen. Hohe Auflagenziffern, die bei uns unvorstellbar sind, erreichen auch breite Leser- und Käuferschichten, wie auch der anhaltende Erfolg eines anderen katalanischen Schriftstellers, des fünf Jahre nach Estellés geborenen Miquel Martí i Pol, zeigt.
Johannes Hösle
(Zeitschrift für Katalanistik)

